• Mai 1998

    Die Gründer treffen sich in einer Vorlesung

    Es waren die großen „Ws“ in ihrem Leben: Würzburg und Wirtschaftsinformatik. Unter den strengen Augen von Prof. Thome begegnen sich Stefan Weber, Michael Reinicke und Matthias Siedler und sind sofort verschiedener Meinung. Über alles.

    Juni 1999

    Launch von wuewowas.de

    wuewowas.de war stark durch die studentischen Interessen der Gründer geprägt: Bücherlesen, Reiten und, äh, Tanzen bis zum Morgengrauen. Finanziell war das Ganze ein Desaster. Trotzdem existiert der Online-Ausgehkalender bis heute und ist fast jedem in Würzburg ein Begriff.

    April 2000

    Mitfahrrubrik geht online

    Sie waren Studenten, hatten kein Geld und Freundinnen ganz weit weg. Und ihnen gehörte wuewowas.de. Anfangs verteilten sie mittags in der Mensa noch selbst gedruckte Flyer mit Mitfahrgelegenheiten fürs Wochenende und einem Link. Das war damals ziemlich weit vorne.

  • April 2001

    Geburt von mitfahrgelegenheit.de

    Dass die Mitfahrbörse auf wuewowas.de so gut lief, war eigentlich kein Wunder – die anderen gaben sich einfach zu wenig Mühe. Das geht besser, dachten wir. Und gründeten eine überregionale Mitfahrzentrale. Versuchshalber.
    Dann platzte die Internetblase.

    April 2002

    Das erste Büro!

    Bis dahin lief alles im Uni-Computerraum. Aber inzwischen verdienten wir sogar Geld. Es reichte für ein Hinterhofbüro mit 10 Quadratmetern und Toilette auf dem Gang. Dafür aber ohne Heizung.

  • März 2004

    Server überlastet!

    mitfahrgelegenheit.de ging ab wie Luzi. Wie der Papst im Kettenhemd. Wie Boris Jelzin am Wodka-Büffet. Die Zugriffe wuchsen so schnell, dass die Seite immer langsamer wurde. Der Server war überlastet. Wir brauchten dringend einen zweiten. Wer hätte das jemals gedacht.

  • Mai 2005

    Hurra, wir sind die Größten!

    Es war eine Startup-Geschichte wie aus dem Bilderbuch: Junges Unternehmen verdrängt alte Platzhirsche. Heute weiß das kaum noch jemand, aber im Pleistozän wurden Mitfahrgelegenheiten noch in schummrigen Büros am Hauptbahnhof vermittelt. Deren bewährtes Geschäftsprinzip „Kleine Leistung, große Preise“ dominierte danach auch das Internet. Bis mitfahrgelegenheit.de kam. Und ständig mehr als 100.000 Fahrten in der Datenbank hatte. Für lau.

  • Juni 2007

    Die 10.000. Customer-Care-Mail

    Mit mehr Usern kommt mehr Verantwortung. Und ein Berg Arbeit: „Ich habe meine Schlüssel im Auto vergessen und keine Nummer mehr.“ „Ich krieg das Angebot nicht gelöscht.“ „Grüsse aus Namibia. Wann gründet Ihr mitfahrgelegenheit.na?“ Es wurden dringend Mitarbeiter gebraucht.

    Dezember 2007

    Michael und Stefan kündigen ihre richtigen Jobs

    Um Brot und Schinken auf dem Tisch zu haben, arbeitete Michael Reinicke damals noch an der Uni Bayreuth. Und Stefan Weber bei Yahoo! Richtige Jobs, mit Urlaubstagen, Gehaltserhöhungen und „Hust hust, ich bin heute leider krank.“ Doch die Seite war inzwischen nur noch ein großer Teller Spaghetti-Code. So war klar: Man musste ins kalte Wasser springen. Damit die Idee nicht ertrinkt.

    September 2008

    Wir entdecken Europa

    Autobahnen enden ja zum Glück nicht an der Grenze. Darum wurden 2008 mitfahrgelegenheit.ch und .at gelauncht; mit unserer griechischen Freundin Eleni startete 2009 pamemazi.gr; 2010 mit Justyna carpooling.pl, mit Daniela passaggio.it, mit Odile envoiture.fr, mit Simon carpooling.co.uk und mit Juan carpooling.es. Die Sterne Europas!

  • 01.04.2009

    Die ersten Mitarbeiter!

    Tobias und Veit waren zumindest die ersten, die wirklich bezahlt wurden. Davor arbeitete man bei bei mitfahrgelegenheit.de aus den gleichen Gründen wie die Gründer: Idealismus, Wunsch die Welt zu verbessern, blanker Irrsinn.

    23.07.2009

    Wir finden neue Freunde

    mitfahrgelegenheit.de wurde eine ernstzunehmende Größe im deutschen Netz. Doch für User – Fahrer wie Mitfahrer – war der Dienst weiterhin kostenlos. Das ging, weil wir neue Partner fanden: Den ADAC, für den wir am 23.07.2009 den ADAC Mitfahrclub launchten. Sie glaubten an die Idee und halfen, sie weiter zu entwickeln. Danke an die neuen Freunde!

    20.03.2010

    Wir reiten auf dem Vulkan

    Man weiß heute nicht mehr genau, was den Flugverkehr damals zum Erliegen brachte: die Asche in der Luft oder das Scheitern der Fluglotsen bei dem Versuch, das Wort „Eyjafjallajökull“ unfallfrei auszusprechen. Auf jeden Fall war auf unseren Plattformen plötzlich 30 Prozent mehr Traffic. Es war wie in vielen anderen Krisen (Bahnstreik, E10-Chaos, etc.): Man rückte im Auto zusammen und stand die Sache gemeinsam durch.

    Juni 2010

    Wir werden besser und besser und besser...

    Das Internet gab einfach keine Ruhe. Fahrer und Mitfahrer hatten gute Ideen, Anregungen und Vorschläge. Erst wurde dringend größere Verbindlichkeit und die Möglichkeit gefordert, Fahrer oder Mitfahrer zu bewerten: Das Buchungs- und Bewertungssystem startete am 16.06.2010. Dann eine Facebook-App – gestartet am 18.11.2010. Und die IPhone App – gestartet im Januar 2011. Danach wollten immer mehr Leute vergleichen, was denn nun der schnellste, billigste und beste Weg von A nach B war – also gibt es seit Februar 2011 auch Sparangebote der Bahn, Busse und Flüge. Diese Verbeugung gilt unseren Programmierern.

  • 10.5.2011

    Auf in die Zukunft!

    25 Cent kostet der Liter Benzin im Jahr 1950. Die Autobahn war der Weg in die Freiheit. Sagte jemand „Treibhaus“, dachte man an Gemüse. Damals. Heute denken wir ans Klima, reisen auf der Datenautobahn und teilen gerne: gute Ideen, lustige Videos und das Auto. Wir sind seit zehn Jahren weit vorne. Weiter so!